JAPANPAPIER

 

Ende des 19. Jahrhunderts fing man an, das in aufwändiger Arbeit hergestellte Papier »Washi« (=Japan-Papier) zu nennen, um den eigenen Charakter im Vergleich zu westlichen Papieren zu betonen.

Obwohl heutzutage die meisten der großformatigen Papiere zur Bespannung von Schiebetüren nicht mehr von Hand geschöpft werden, verleihen sie durch ihre eigene Optik, Textur und Lichtdurchlässigkeit den japanischen Räumen nach wie vor einen ganz speziellen  Zauber.

»Das Papier wirkt weich, warm, sanft und freundlich. Sogar reines Weiß wirft das Licht nicht direkt zurück, sondern scheint es aufzunehmen und es indirekt, ganz still, zurückzugeben.«


frei nach: Tanizaki Jun'ichiro (1886-1965) »Lob des Schattens«